Ehe für alle? Die Homo-Ehe soll gesellschaftsfähig werden

03.07.2017

Kurz vor der Sommerpause fand im Bundestag eine mit der heißen Nadel gestrickte Abstimmung statt. Das Rosalager aus Linken, Grünen und großen Teilen der SPD hat endlich ihr umstrittenes  Ziel erreicht. Über die „Ehe für alle“ oder „Homo-Ehe“, seit Jahren vom Linkskartell favorisiert, wurde am 30. 6. im Deutschen Bundestag abstimmt. Von 623 abgegebenen Stimmen sprachen sich 393 Abgeordnete für die rechtliche Gleichstellung aus, 226 stimmten dagegen bei vier Enthaltungen. Die Kanzlerin, der Finanzminister, der Innenminister stimmten dagegen, ebenfalls die MdB’s Volker Kauder, Ingo Gädechens, Thomas Stritzl u.a., während Verteidigungsministerin v. d. Leyen und Kanzleramtschef Altmaier dafür stimmten.
Man fragt sich, gibt es nicht wichtigere Themen in der Politik als ausgerechnet die „Homo-Ehe“. Es geht hierbei nicht darum, Schwule und Lesben zu diffamieren. Bis heute gibt es noch keine eindeutig gesicherten wissenschaftlichen Beweise über die Ursachen der homosexuellen und lesbischen  Veranlagungen. Wer kritisch die „Homo-Ehe“ als gleichwertig mit der „Hetero-Ehe“ sieht,  gilt als homophob, eine einseitig ideologische Verunglimpfung.
In nur 38 Minuten wurde ein Gesetzentwurf von 2013 aus Rheinland-Pfalz durchgepeitscht, der konträr zum Art. 6 GG steht, wo Ehe und Familie ausdrücklich unter dem Schutz des Staates stehen. Mutig waren die Worte der ehem. CDU MdB Erika Steinbach, die daran erinnerte, dass jeder Abgeordnete nur seinem Gewissen verpflichtet sei und nicht dem Fraktionszwang, der leider in allen Parlamenten dominiert. Sicher hatte die Kanzlerin kurz zuvor jedem Einzelnen freigestellt nach eigenem Gewissen zu entscheiden  im Gegensatz zu Grünen und Linken, die geschlossen abstimmten, doch war dies nur ein wahltaktisches Kalkül, die „Flucht nach vorne“, schließlich hatte SPD Chef Martin Schulz sie unter Druck gesetzt, indem er analog zu den Grünen und Linken eine evtl. spätere Koalition mit der CDU von der Zusage zur „Ehe für alle“ abhängig machte. Also sprang die Kanzlerin vor der Bundestagswahl auf den fahrenden Zug, um zu retten, was zu retten ist und stellte die Gewissensfreiheit der Abgeordneten in den Vordergrund. Damit wurde im Galopp die Kuh vom Eis geholt und aus dem Wahlkampf genommen. Nur rechtlich gesehen  sollten jetzt die Juristen aufstehen und das Bundesverfassungsgericht anrufen.
Kann es sein, dass eine  gleichgeschlechtliche Partnerschaft von Schwulen und Lesben mit der gesellschaftlich bewährten Ehe von Mann und Frau gleichstellt wird und kommt nun als Nächstes die Ehe zu dritt oder die islamische Ehe zur weiteren Anpassung an unsere von links angestrebte Multi-Kulti-Gesellschaft?                                                                            Manfred Lietzow